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Jazzstudie 2022 – Umfrage zur Situation von Jazzmusiker*innen

1973 wurde sie von renommierten Jazz-Persönlichkeiten ins Leben gerufen. Seitdem tritt die Deutsche Jazzunion für die Belange von Jazzmusiker*innen hierzulande ein. Nun ruft der Verband dazu auf, an einer neuen Studie teilzunehmen, um ein besseres Verständnis für die Situation in Deutschland zu entwickeln.

2016 wurden die Ergebnisse der letzten Jazzstudie präsentiert. Die Resultate waren ebenso erhellend wie erschreckend: 80 Prozent der Jazzmusiker*innen in Deutschland sind Männer – und 64 Prozent bekommen pro Auftritt weniger als 150 Euro Gage.

Nun gibt es eine neue, erweiterte Studie von und für Jazzmusiker*nnen, in Kooperation mit verschiedenen Universitäten und Hochschulen. Ob die Resultate anders ausfallen? Neben der generellen Situation und möglichen Veränderungen seit der letzten Erhebung sollen auch Geschlechtergerechtigkeit und Klassismus untersucht werden.
Und dann sind da noch die Auswirkungen der Pandemie. Keine Auftrittsmöglichkeiten, kein Kontakt zum Publikum, keine Einnahmen – die Lockdowns und ihre Folgen haben die Arbeit professioneller Jazzer*innen stark beeinträchtigt.
Die anonyme Befragung, die zwischen 30 und 60 Minuten dauert, soll deshalb auch psychosoziale Belastungen untersuchen. Spannend: es soll auch erforscht werden, „ob die Befähigung zur Jazzimprovisation Schutzfaktor und Ressource für Gesundheit sein kann.“

www.jazzstudie.de/

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