Jazz Moves Hamburg

How To Jazz Moves

Kalender

Der Jazz Kompass mit seiner „Style”-Funktion.

Der JazzKompass bietet eine intuitive Orientierung über die stilistische Ausrichtung aller Jazz-Konzerte. Er macht die Vielfalt der Hamburger Jazzszene auf einen Blick sichtbar und unterstützt bei der Konzertauswahl.
Die Einteilung erfolgt über 6 klar erkennbare Kategorien (Style-Tags), die jeweils typische Klangästhetiken, Traditionen und stilistische Tendenzen abbilden.

Die verwendeten Begriffe beschreiben Jazz nicht streng historisch, sondern als kuratorisches System anhand von Klangästhetik, Spielweise und kulturellem Kontext. Ziel ist es, unterschiedliche Stilrichtungen verständlich und praktikabel zu strukturieren.

„Traditional“ steht dabei für frühe, überwiegend akustische Jazzformen mit starkem Bezug zu Swing, Blues und den Ursprüngen des Genres.
„Modern“ beschreibt den klassischen, bop-geprägten Jazz ab den 1940er Jahren bis hin zu heutigen akustischen Mainstream-Formen.
„Contemporary“ fasst aktuelle, oft stilübergreifende Entwicklungen zusammen, die globale Einflüsse und neue Klangräume integrieren.
„Adjacent“ bezeichnet jazzverwandte Musik, die sich stärker an Soul, Funk, Pop oder R&B orientiert und häufig zugänglicher wirkt.
„Electronic“ bündelt Projekte, die mit elektronischen Sounds, Beats und Studioproduktion arbeiten und Jazz mit Clubästhetik verbinden.
„Avantgarde“ schließlich meint freie, experimentelle, performative und improvisationsbasierte Ansätze jenseits traditioneller Strukturen.

Die Kategorien sind bewusst durchlässig gestaltet. Viele Konzerte bewegen sich zwischen mehreren Bereichen. Die Einteilung dient daher weniger einer strengen musikhistorischen Abgrenzung als einer praxisnahen Orientierung.

JazzKompass – Legende

Traditional
→ „akustisch, retro, swingend“
Klassisch, swingend, akustisch; Vintage‑Jazz und frühe Stilformen.
Beispiele: Dixieland, Swing, Ragtime, Big Band, Boogie Woogie, Blues.

Modern
→ „Straightahead, akustisch, bop-orientiert“
Geradliniger, akustischer Jazz; Bop‑orientiert, klar strukturiert.
Beispiele: Bebop, Hard Bop, Cool Jazz, Modal Jazz, Mainstream Jazz.

Contemporary (Zeitgenössisch)
→ „offen, global, modern kreativ“
Offen, global, atmosphärisch; moderne Klangräume und Mischformen.
Beispiele: Modern Creative, Spiritual Jazz, Nordic Jazz, World Jazz, Latin, Afro‑Cuban. 

Adjacent (Jazzverwandt)
→ „soulful, funky, zugänglich, popnah“
Soul-, Funk-, Pop- und R&B‑nahe Sounds mit Jazzbezug.
Beispiele: Neo‑Soul, Soul‑Jazz, Funk, Smooth Jazz, Jazz‑Pop, R&B‑Fusion.

Electronic
→ „beats, synths, Club-Ästhetik“
Synths, Beats, Effekte; elektronische und hybride Jazzästhetik.
Beispiele: Nu Jazz, Jazztronica, Acid Jazz, Jazz‑Fusion (elektronisch), Electro‑Soul.

Avantgarde
→ „frei, experimentell, improvisiert“
Frei, experimentell, unkonventionell; spontane Klangforschung.
Beispiele: Free Jazz, Experimental Jazz, Free Improvisation, Noise‑Jazz.