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Fieh – satter Jazzfunk, Soul und R&B von acht NorwegerInnen

Tanzbares aus dem hohen Norden: die norwegische Band Fieh kommt in den Mojo Club.

Fragt man Sofie Tollefsbøl nach ihren Lieblingsacts, fallen viele Namen. Nur einige davon: Kendrick Lamar, Lauryn Hill, Frank Ocean, Prince, Miles Davis, João Gilberto, Erykah Badu. Besonders den Einfluss der letztgenannten R&B-Queen macht sich im Sound ihrer Band Fieh (sprich: „Fia“) bemerkbar. Was noch so im Sound-Kosmos der jungen NorwegerInnen zu finden ist: Jazzfunk-Jams a la Roy Ayers, flirrende Retro-Synthies, spacig-tanzbarer Soul und satte Disco-Bässe.

Fieh waren mal ein Trio. Inzwischen sind sie zu acht, ein ganz organisches Wachstum. Wie es eben so passiert, wenn man aus dem Jazz-Underground kommt und durch die zahlreichen Clubs der norwegischen Hauptstadt Oslo tingelt. Die Band hat sich nach dem Spitznamen ihrer Sängerin und Haupt-Songwriterin Sofie benannt. „Cold Water Burning Skin“, ihr überzeugendes Debütalbum, erschien vor ein paar Wochen. Ein Heidenspaß, wie die Sängerin, mal Erykah Badu, mal Beyoncé, hier säuselt, croont und sprechsingt. Das i-Tüpfelchen sind die Soli gestandener Jazzinstrumentalisten wie Lyder Øvreås Røed am Flügelhorn.

Das Selbstbewusstsein einer Frau mit Rückgrat zeigte sich schon im ersten veröffentlichten Song der Gruppe: „All these old men can’t tell me what to do“, sang Fieh in „Glu“. Ein Hit in Norwegen – und ein unzweideutiger Seitenhieb gegen die noch immer von alten Männern dominierten Musikindustrie.

Erst im Juni waren sie beim Elbjazz Festival zu Gast und rissen dort hunderte Zuschauer im Bauch der MS Stubnitz mit. Nun folgt ein Headline-Gig im Mojo Club. Sofie Tollefsbøl, die mit Vorliebe in bunten Latzhosen auftritt, wird mit dem überbordenden Charisma ihrer Liveauftritte auch unter dem Bordstein der Reeperbahn zu überzeugen wissen. Vielleicht gibt’s dann ja auch ein Drake-Cover zu hören: „Hotline Bling“ ist ein weiterer Lieblingssong der Band.

Fieh, Mojo Club, 19. November,  20 Uhr – Tickets hier

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