©Pola

„Why are there boundaries?“ – Der DJ und Multiinstrumentalist French Kiwi Juice

Wer zum ersten mal French Kiwi Juice (FKJ) hört, dem eröffnet sich ein wahres Feuerwerk an Geschmäckern. Dass diese klangliche Melange aus Soul, Jazz, Blues, HipHop und einer gehörigen Portion deeper Electro-Beats aus Frankreich und nicht etwa aus London oder New York kommt, verwundert umso mehr. Am 16. Februar kommt French Kiwi Juice in die Hamburger Markthalle. 

Hinter dem Pseudonym FKJ steckt Vincent Fenon. „Für mich ist es der Jazz und der Soul, der mich beeinflusst hat, nicht der französische Touch“, beschreibt er seine musikalischen Einflüsse. Neben vielen Kollaborationen mit Künstlern wie Tom Misch oder Masego und seiner Arbeit als DJ, steht für FKJ auch immer Improvisation im Mittelpunkt seines Schaffens. Das erlaubt ihm besonders bei Live-Auftritten eine große künstlerische Freiheit, die FKJ auch nutzt.
„Ich kann zum Beispiel entscheiden, den Melodieteil wegfallen zu lassen und nur den Rhythmus zu behalten. Den loope ich dann und kann darüber improvisieren“ sagt der 28jährige über seine Arbeitsweise.
Improvisieren bedeutet dabei für FKJ auch einen ständigen Wechsel der Instrumente. Zwar nennt er das Klavier sein Hauptinstrument – spielt aber live auch Saxofon, Bass, Gitarre und Synthesizer und erschafft mit Loop- und Effektgeräten einen ganz persönlichen, grenzenlosen Klangkosmos.

Nicht verwunderlich ist daher die Frage, die FKJ im letzten Song seines Debütalbums stellt: „Please teacher tell me why, why are there boundaries?“ – „Lehrer, kannst Du mir erklären, warum es Grenzen gibt?“ Das dazugehörige Musikvideo, das an der Grenze zwischen den USA und Mexiko spielt, zeigt dazu die klare Meinung von FKJ: es gibt eindeutig zu viele Grenzen. 

Auch musikalisch verneint FKJ ausdrücklich. Unaufgeregt und stilsicher verwischt er bei seinen Songs Genregrenzen und ist so Teil einer weltweiten Künstlergeneration, die genauso mit Jazz und Blues wie mit HipHop und Electro aufgewachsen ist. Einer Generation, die sich bewusst ist, dass ihr musikalischer Horizont genau auf dem Gegenteil von Abschottung, Klassifizierung oder Nationalität beruht. Es zählt allein der Groove. Der wird nicht nur auf der ganzen Welt verstanden, sondern ist unabkömmlicher Hauptbestandteil von French Kiwi Juice. 

Unser Tipp: Tanzschuhe an, Herzen öffnen, Booty shaken! Am 16. Februar ist FKJ zum ersten Mal in Hamburg zu Gast – und zwar in der Markthalle. Die Wärme kommt bei der Verkostung von French Kiwi Juice von ganz alleine.


Samstag, 16.02., 20 Uhr: FKJ live in der Markthalle
Ausverkauft – eventuelle Restkarten an der Abendkasse.

weitere News:

Der Klang der Stille – Christophe Schweizer & LARGE SOUNDS in der Elbphilharmonie

Wie klingt Stille? Geht das überhaupt? Hat Stille einen Sound? Im 13. Jahrhundert bezeichnete der persische Gelehrte Jellaluddin Rumi die Stille als „Sprache Gottes“. Nur eine von vielen poetischen Metaphern, die Rumi einst prägte, aber sie ist namensgebend für ein vielversprechendes und  ambitioniertes Projekt der Konzertreihe LARGE SOUNDS.

Jazz-Moves-Podcast-Paersch-Püschel-Christmas

JAZZ MOVES Hamburg – der Podcast: Vol. 1 – Christmas Edition

Der erste Podcast von JAZZ MOVES Hamburg ist online: ein Weihnachts-Special! Ganz ohne White Christmas & Co. geht es nicht, Überraschungen sind dennoch garantiert. Wir sagen nur: NKOTB.

Christof Lauer – „Scheuklappen weg, Risiko an“

Es gibt Musiker, die man nach wenigen Tönen erkennt. Doch so wenige Noten diese Musiker brauchen, so wenige von solchen markanten Künstlerstimmen gibt es. Einer von ihnen ist ganz ohne Zweifel der Saxofonist Christof Lauer.